

Hauptstadt???
Am frühen morgen hieß es wieder Sachen packen und in den nächsten Bus nach Phnom Penh springen. Nach einer 5 stuendigen fahrt haben wir auch die Hauptstadt des Landes Kambodscha erreicht. Wirklich? Phnom Penh sieht nicht wirklich aus wie eine Hauptstadt. Eher wie eine große Provinzstadt. Keine Hochhäuser, dreckige und staubige Straßen, wenige Department Stores. Wirklich seltsam, ich hätte eher an eine asiatische Hauptstadt alla Bangkok oder Hanoi gedacht. Da merkt man wieder das Kambodscha von der Entwicklung ein paar Jahre zurück liegt. Am Busbahnhof springen einen dann gleich mehrere tucktuck Fahrer an, die einen die einmalige billige Gelegenheit bieten einen ins Hotel zu fahren. Na klar 3 Dollar für zwei Minuten weg, dass ist ein wahres Schnäppchen. Nach zwei Wochen Kambodscha kennt man ungefähr die Preise, wenn man dann noch eine Karte für die Stadt besitzt kann man ungefähr abschätzten wie viel die Fahrt zum Hotel kostet. Da in diesen Tagen Neujahr gefeiert wird und die Familien ihre verwandten besuchen wollen, waren viele Hotels ausgebucht und ich musste notgedrungen in einem 12 Dollar teuren Hotel absteigen. Der tucktuck Fahrer bot mir dann auch noch eine tour für die killingfields am gleichen Tag an. Nach dem ich ihn für die ganzen Fahrten auf 12 Dollar runtergehandelt habe. Fuhren wir also zu den killingfields. Ich wusste nicht wirklich was mich erwartet. Ich stellt mir also vor, dass es dort ein großes Feld gibt in denen Leute Knochen herumliegen. Nach einer halben Stunde Fahrzeit erreichten wir dann auch die killingfields. Am Eingang noch schnell die 2 Dollar Eintritt bezahlt und auf geht’s. der erste Eindruck war für mich irgendwie verwirrend, da ich mir etwas anderes vorgestellt habe. Das erste was man sieht ist ein etwa zehn Meter hoher verglaster Betonturm. Um ihn zu betreten musste ich Schuhe und Hut ausziehen. Im inneren sieht man dann die Schädel der Opfer, 10 Meter hoch aufgetürmt. Ich kann nicht genau sagen wie viele es waren aber hunderte auf jeden Fall. Wenn man bedenkt dass dies alles Menschen wie du und ich waren und einfach hingerichtet wurden dann läuft es einen schon eiskalt den Rücken hinunter. Nach dem ich den Turm verlassen hatte, meine Sachen aufnahm, folgte ich den kleinen Feldweg, der mich an lauter Massengräber vorbeiführte. Die Massengräber waren schon von gras bedeckt und etwa so groß wie einschlaglöcher einer Handgranate. Viel konnte man nicht mehr sehn. Nach einer Stunde war ich dann auch mit der Tour fertig. Und es ging zurück ins Hotel. Auf der Fahrt blieb plötzlich unser tucktuck stehen. No petrol, war der Satz des Fahrers. Zum Glück sind wir nicht mitten in der Stadt neben einer Tankstelle stehen geblieben, das wäre ja viel zu einfach. Nein stattdessen mitten auf einen kleinen feldweg mitten in der Pampa bei 35 Grad. Das einzige was uns nun übrig blieb war sich in das tucktuck zu schmeißen und warten bis Hilfe kommt. Nach ungefähr 10 Minuten kam dann auch ein freundlicher Motorbike Fahrer der uns dann Benzin besorgte. Am Hotel angekommen lud mich der tucktuck Fahrer, namens Mr. Seven, auf ein Bier am Abend ein. Da ich ihn nun etwas näher kannte sagte ich zu. Bevor man zusagt, sollte man den Fahrer schon etwas näher kennen, es gibt auch schwarze Schafe. Pünktlich um sieben Uhr holte er mich am Hotel ab und wir fuhren zu einen typisch kambodschanischen Restaurant. Normalerweise kein Ort für foreigners. Am Eingang wurde eine ganze Kuh auf einen großen grill gebrutzelt. Nach ungefähr 8 Liter Bier, drei Teller Kuh ging es um 02.00 nach Hause. Im Restaurant selbst lernte ich noch einen Kollegen von Seven kennen. Auch genannt das flying tucktuck. Wir hatten viel Spaß waren angeheitert. So muss es sein an neu jahr, oder?!

1 Kommentare:
Na d haste ja mal wieder einiges gesehen, aber am besten fand ich die drehende Kuh im Restaurant..........wenn das mal ein Inder gesehen hätte, da wär aber die Hölle los gewesen haha
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